CA Camping

Ein Camper, den Sie verstehen.

Open Concept ist der offene Standard hinter CA Camping: Elektroplan, Wasseranlage und Steuerung für den vollelektrischen Camper – dokumentiert unter CC BY-SA 4.0, ohne Bindung an einen Hersteller.

  • Jeder Verbraucher einzeln messbar und schaltbar
  • Jede Werkstatt im Verbund kann Ihr Fahrzeug warten
  • Pläne und Software kostenlos – bezahlt wird nur der Einbau

Was ist offen?

Der Elektroplan (230 V, 12 V, 24 V, Solar), die Wasseranlage und die Steuerungslogik auf Home Assistant.

Warum offen?

Damit Ihr Fahrzeug nicht an einer einzigen Werkstatt hängt – und niemand den Support einstellen kann.

Wie weit ist es?

Planungsstand 2026, erprobt am ersten Fahrzeug im Bau. Offene Punkte stehen offen dabei – nichts ist geschönt.

Was ist geschützt?

Fotos, Logos, die Marke „CA Camping", die Bezeichnung „nach CA-Standard ausgebaut" und der Möbelgrundriss der Campermanufaktur Berlin.

Offene Standards haben ganze Branchen verändert. Jetzt ist der Camper dran.

  1. Linuxhat es für Server und Smartphones gemacht.
  2. Wikipediafür das Wissen der Welt – unter derselben Lizenz, die auch Open Concept nutzt.
  3. Arduinofür Elektronik, die jeder nachbauen und verbessern darf.
  4. CA CampingOpen Concept macht es für den Camper-Ausbau: Elektroplan, Wasseranlage und Steuerung, offen unter CC BY-SA 4.0.

Der Konzeptstand.

Alles hier ist Planungsstand und Abstimmungsunterlage. Die Schutzmaßnahmen im 230-V-Netz legt in jedem Fahrzeug eine Elektrofachkraft fest.

ElektroplanEntwurf v5 (Juli 2026) – Planungs- und Abstimmungsunterlage für Ausbauer und Elektrofachkraft. Heizung und Klima folgen in v6.
Wasseranlagev9, Planungsstand 2026 – Soll-Aufbau mit den tatsächlich gekauften Bauteilen.
Steuerung„CA Camper Energiemanager" – Home-Assistant-Integration, Open Source unter Apache 2.0, installierbar über HACS.
BasisfahrzeugRenault Master E-Tech L2H2, 3,5 t, mit V2L-Option (230-V-Schnittstelle).
MöbelGrundriss „Kompakter Allrounder" der Campermanufaktur Berlin – nicht Teil dieser Lizenz.

Energie und Elektrik.

Drei Quellen, zwei 230-V-Kreise, eine Logik. Zwei Vorrangschaltungen entscheiden automatisch, woher der Strom kommt – und trennen die starken Verbraucher von den Komfortverbrauchern.

Energiefluss: Landstrom und Fahrzeug speisen den Primärbus, Solar und Primärbus laden den Solargenerator, der den Komfortbus versorgt Landstrom Fahrzeug 87 kWhV2L, bis 3,5 kW Solar am Dach Primärbus 230 V Solargenerator3,84 kWh · Komfortbus Kochfeld 3.000 W Boiler 1.000 W Dusche bis 2,4 kW Kühlschrank Steckdosen 1. Vorrang 2. Vorrang lädt nach
Vorrangschaltung 1: Landstrom vor Fahrzeug. Vorrangschaltung 2: Solargenerator vor Primärbus. Starke und Komfortverbraucher bleiben getrennt.

Vorrangschaltung 1 – Primärbus

Landstrom vor Fahrzeug (V2L). Versorgt das Induktionskochfeld (3.000 W), den Boiler-Heizstab (1.000 W) und bei Bedarf das Laden des Solargenerators.

Vorrangschaltung 2 – Komfortbus

Solargenerator vor Primärbus. FOSSiBOT F3600 Pro: 3,84 kWh, 3,6 kW Dauerleistung. Versorgt DauerShower 2.0 (bis 2,4 kW), Steckdosen, Kühlschrank und die Shelly Wall. Im Normalfall zwei unabhängige Kreise: Kochen am Fahrzeug, Duschen am Solargenerator.

Solar

Dachmodule → DC-Trennstelle mit Sicherung → MPPT-Eingang des Solargenerators. Keine Verbindung zur 230-V-Verteilung. Der Solargenerator lädt über Solar, in den Pausen über Landstrom – aus der Fahrzeugbatterie nur, wenn sein Ladestand unter 30 % fällt. Solarüberschuss heizt den Boiler.

Ein Kanal je Verbraucher

Jeder Verbraucher und jede Steckdose bekommt einen eigenen Shelly-Kanal und wird logisch über Home Assistant geschaltet. Die Shelly Wall an der Trennwand hinter dem Beifahrer ist Bedien- und Anzeigezentrale. Kochfeld, Dusche und Kühlschrank werden nie abgeschaltet; Boiler und Generator-Laden laufen nur, wenn die Quelle sie zusätzlich trägt.

Verbraucherliste 230 V

Jede Leitung trägt an beiden Enden ihre ID aus dieser Liste.

AC-Q1Landstrom-Einspeisung (Heck, Fahrerseite) – VS1 Priorität 1
AC-Q2Fahrzeug 230 V über V2L (Front) – VS1 Priorität 2
AC-01Induktionskochfeld 3.000 W, Kochmodul Beifahrerseite, eigener Leitungsschutz (typ. B16)
AC-02Boiler SafeBoil 10 l, Heizstab 230 V / 1.000 W
AC-03Solargenerator – Laden
AC-04Solargenerator – Ausgang (VS2 Priorität 1)
AC-05DauerShower 2.0 Durchlauferhitzer, Badmodul, bis 2,4 kW (typ. 11 A)
AC-06Kühlschrank Dometic RC10.4T.70, Staumodul Fahrerseite
AC-07 / AC-08Steckdosen 230 V + USB, Heck und Trennwand
AC-09Shelly Wall – Dauerversorgung, darf nicht durch Szenen abgeschaltet werden
Verbraucherliste 12 V, 24 V und Solar
DC12-01DauerShower 12 V (max. 10 A, Sicherung typ. 15 A)
DC12-02Pumpe Dusche / Abwasser (5–10 A)
DC12-03Frischwasserpumpe (10 A)
DC12-04Elektrischer Kugelhahn Abwasser (3–5 A)
DC12-05Elektrische Trittstufe Schiebetür (15–20 A, Tür- und Fahrfreigabe)
DC12-06Dachlüfter vorn (10 A)
DC12-07Warmwasser-Mischarmatur, Mikroschalter (1–3 A)
DC24-01 … 04LED-Lichtbänder (Trennwand, Decke Heck links/rechts, Reserve Gang/Bad) über DC/DC-Wandler, je Zone ein dimmbarer Shelly-Kanal
PV-01 … 04Dachmodule (Verschattung durch Dachhauben beachten) → Dachdurchführung → DC-Trennstelle mit Sicherung → MPPT-Eingang Solargenerator
Checkliste für Ausbauer und Elektrofachkraft
  1. Shelly-Modelle je Kanal wählen (Leistung, Messung, Dimmen).
  2. RCD/FI, Leitungsschutz und Potentialausgleich legt die Elektrofachkraft fest.
  3. AC- und DC-Leitungen räumlich getrennt führen.
  4. Jede Leitung an beiden Enden mit ihrer ID beschriften.
  5. DauerShower doppelt einplanen: 230 V (Durchlauferhitzer) und 12 V (Steuerung).
  6. Shelly Wall nie spannungslos schalten.
  7. Solargenerator: Eingang, Ausgang und Solareingang klar trennen.
  8. Mischarmatur nur mit 12 V versorgen.
  9. Anschlussart des Kühlschranks prüfen (noch offen).
Wasserweg: Frischwassertank, Filter, Pumpe, UV-Entkeimung, Boiler, Küche und Kreislaufdusche, Abwassertank Abwasser51 l, oben Frischwasser51 l, unten Filter Pumpe UV Boiler10 l · Solar Küche Dusche Kreislauf Überlauf und Spülwasser
Beide Tanks liegen im beheizten Innenraum. Die Kreislaufdusche filtert laufend, nur der Überlauf geht in den Abwassertank.

Wasseranlage.

Zwei flache 51-Liter-Tanks liegen innen auf der Beifahrerseite übereinander: unten Frischwasser, oben Abwasser. Beide im beheizten Innenraum, beide zugänglich.

Frischwasser läuft durch Filter, Pumpe und UV-Entkeimung, bevor es sich verteilt. Der Boiler im Bettmodul versorgt Küche und Dusche und heizt mit Solarüberschuss. Die Kreislaufdusche filtert und desinfiziert laufend; der obere Abwassertank sitzt auf eigener Tragstruktur.

Tanks2 × 51 l extra flach, Befüllung über 40-mm-Wellrohr mit Entlüftung
Filter und PumpeLilie Aufschraubfilter, Lilie LP4142 (11,3 l/min, 2,1 bar)
EntkeimungWM Aquatec UV-8 eco
LeitungenTrinkwasserschlauch 12/18 mm, blau/rot
WarmwasserBoiler SafeBoil 10 l, Edelstahl – Heizstäbe 230 V / 1.000 W und 12 V / 200 W
DuscheDauerShower 2.0, Kreislauf
AbwasserDN40-Rohrsystem, elektrischer Kugelhahn DN40, 19-mm-Entlüftung

Heizung und Klima

Wärmepumpe: Außenluft wird verdichtet, Wärme in den Innenraum abgegeben, im Sommer umgekehrt Innenraum TrumaSaphir Außenluft Infrarot 450 W

Eine 230-V-Klimaanlage Truma Saphir compact RC, die heizt und kühlt (Wärmepumpenprinzip), im Staukasten. Dazu ein Smart-Infrarotpaneel mit 450 W als Reserve. Beides misst und schaltet der Energiemanager; die Truma-Anbindung an Home Assistant läuft über das BlueBattery-System.

Software

Der „CA Camper Energiemanager" setzt die Vorrangschaltungen um: Leistung, Grenze und Reserve je Kreis, Nachladen des Solargenerators aus der Fahrbatterie nur unter 30 %, Boiler und Laden pausieren beim Kochen und Duschen. Feste Verbraucher werden nie geschaltet – es gibt nur eine Überlast-Warnung. Die Software ersetzt keine elektrische Schutzeinrichtung.

github.com/consulting-kleimanns/ca-open-concept

Bewusst noch offen

  • 12-V-Quelle: Netzteil oder eigene Batterie
  • Anschlussart des Kühlschranks
  • Shelly-Modelle je Kanal
  • Regelung des 12-V-Heizstabs (200 W) für Solarüberschuss
  • Landstrom mit nur 10 A: Kochfeld dann nur mit reduzierter Stufe; ab 16 A ohne Einschränkung
  • Tankanschlüsse beim Trockenaufbau
  • Heizung/Klima im Elektroplan v6
  • Anpassung des Grundrisses an den Master

Offen heißt: mitmachen.

Offen und kostenlos

Elektroplan, Wasseranlage, Steuerungslogik – unter CC BY-SA 4.0. Auch gewerblich nutzbar; Quelle „CA Camping – Open Concept" nennen, Änderungen unter derselben Lizenz weitergeben.

Bezahlte Leistung

Ausbau und Einrichtung im Fahrzeug – durch eine Werkstatt, die Sie direkt beauftragen.

Geschützt

Die Bezeichnung „nach CA-Standard ausgebaut" – nur für Fahrzeuge, die eine Elektrofachkraft nach dem Prüfschema abgenommen hat.

Darf ich selbst ausbauen?
Ja. Die Unterlagen sind Planungsunterlagen; die 230-V-Seite gehört in die Hände einer Elektrofachkraft, die Verantwortung liegt beim Selbstausbauer.
Braucht das Fahrzeug Internet?
Nein. Bedienung und Logik laufen im Fahrzeug. Internet braucht nur, wer unterwegs per App von außen zugreifen will.
Wird in das Fahrzeug eingegriffen?
Nicht in das Hochvoltsystem. Der Strom aus der Fahrbatterie kommt über die 230-V-Schnittstelle (V2L) – bei vielen Varianten eine Aufpreisoption. Gebaut wird nach den Aufbaurichtlinien von Renault.
Wie kann ich mitarbeiten?
Per E-Mail an consulting@kleimanns.org oder als Issue bzw. Pull Request auf GitHub. Werkstätten und Elektrofachkräfte: zum Verbund.

2026 Jochen Kleimann / CA Camping – Open Concept, lizenziert unter CC BY-SA 4.0. Ausgenommen sind Fotos, Logos, die Marke „CA Camping", die Bezeichnung „nach CA-Standard ausgebaut" sowie der Möbelgrundriss der Campermanufaktur Berlin. Renault, Master E-Tech, Home Assistant, Shelly, FOSSiBOT, Dometic, DauerShower, Lilie, WM Aquatec und Truma sind Marken ihrer Inhaber.